Psychosomatik und psychosomatische Medizin

Die moderne Psychosomatik (griech.: psychè = Geist, Seele; soma= Körper, Leib) basiert auf dem bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell von George Engel (1977). Es handelt sich dabei um eine interdisziplinäre Betrachtungsweise, die den Menschen und all das, was das Leben mit sich bringt, in den Mittelpunkt stellt. Eine Denkweise, die Gesundheit nicht nur als Abwesenheit von Krankheit versteht, sondern vielmehr als ein Ineinandergreifen körperlicher, psychischer (seelischer) und sozialer Faktoren. Ebenso verhält es sich hinsichtlich Krankheitsentstehung und Verlauf. Dieser ganzheitliche Ansatz stellt der seit Jahrhunderten bestehenden „Überbetonung des Körpers“ ein Zusammenspiel von Körper, Geist, Seele und sozialem Umfeld gegenüber.

Psychosomatik - eine interdisziplinäre Betrachtungsweise, die den Menschen und all das, was das Leben mit sich bringt, in den Mittelpunkt stellt.

Photo: “Duncan Synthesis“; WikiSpaces page; License: CC BY-SA 3.0 (Not modified);

Selbst in unserer Sprache spiegelt sich diese „Überbetonung des Körperlichen“ wieder.

Jeder hatte schon einmal „die Nase voll“, weil uns schon länger „etwas auf dem Herzen lag“, es uns regelrecht „an die Nieren ging“. Eigentlich hätte man „vor Wut platzen“ können, stattdessen hat es uns „die Red‘ verschlagen“ und letztendlich „blieb uns dann die Luft weg“ und „es traf uns der Schlag“.

Wir sind alle psychosomatische Lebewesen und reagieren auf Veränderungen, nicht nur auf der körperlichen, sondern auch auf der Gefühlsebene. Nur allzu oft liegt das Emotionale für uns im Verborgenen, es ist uns nicht bewusst. Aber auch unsere Gefühle wollen wahrgenommen, „gefühlt“ werden.

Projektionsfläche für unsere Gefühle ist immer unser Körper!

Welches Organ oder Organsystem nun „herhalten“ muss, ist individuell – jeder hat seine persönliche Achillesferse, sein „Stressorgan“. Der eine beklagt Magenkrämpfe, Reizdarm, Herzrhythmusstörungen, Beklemmungsgefühle, Essstörungen oder Schlafstörungen. Ein anderer berichtet über Libidoverlust, Zähneknirschen, Zyklusstörungen, Seh-, bzw. Riechstörungen, Juckreiz der Haut oder vermehrten Haarausfall. Und wieder andere klagen über Tinnitus, Globusgefühl, Migräne, verschiedene Schmerzsyndrome oder das „Kreuz“ mit dem Kreuz.

Die Psychosomatik versteht sich als medizinische Fachrichtung, die den Menschen nicht als geistlose Maschine (und somit den Arzt als „Mechaniker“) betrachtet, sondern als komplexe Körper-Geist-Seele-Einheit, die zueinander und zur Außenwelt in wechselseitiger Beziehung steht.

 

Quellen:

Morschitzky H. & Sator S., (2010): „Wenn die Seele durch den Körper spricht“
Stelzig M., (2013): „Krank ohne Befund“
Egger, J.W., (2005): „Das biopsychosoziale Krankheitsmodell – Grundzüge eines wissenschaftlich begründeten ganzheitlichen Verständnisses von Krankheit“, Psychologische Medizin, 16, 2, 3-12.
Fazekas C., (2015): „Psychosomatische Medizin“, ÖÄZ 3,2/ 2015
Alexander F.G., (1985): „Psychosomatische Medizin: Grundlagen und Anwendungsgebiete“, 4. Auflage, De Gruyter, Berlin/New York

Die moderne Psychosomatik (griech.: psychè = Geist, Seele; soma= Körper, Leib) basiert auf dem bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell von George Engel (1977). Es handelt sich dabei um eine interdisziplinäre Betrachtungsweise, die den Menschen und all das, was das Leben mit sich bringt, in den Mittelpunkt stellt. Eine Denkweise, die Gesundheit nicht nur als Abwesenheit von Krankheit versteht, sondern vielmehr als ein Ineinandergreifen körperlicher, psychischer (seelischer) und sozialer Faktoren. Ebenso verhält es sich hinsichtlich Krankheitsentstehung und Verlauf. Dieser ganzheitliche Ansatz stellt der seit Jahrhunderten bestehenden „Überbetonung des Körpers“ ein Zusammenspiel von Körper, Geist, Seele und sozialem Umfeld gegenüber.

Selbst in unserer Sprache spiegelt sich diese „Überbetonung des Körperlichen“ wieder.

Jeder hatte schon einmal „die Nase voll“, weil uns schon länger „etwas auf dem Herzen lag“, es uns regelrecht „an die Nieren ging“. Eigentlich hätte man „vor Wut platzen“ können, stattdessen hat es uns „die Red‘ verschlagen“ und letztendlich „blieb uns dann die Luft weg“ und „es traf uns der Schlag“.

 

Psychosomatik - eine interdisziplinäre Betrachtungsweise, die den Menschen und all das, was das Leben mit sich bringt, in den Mittelpunkt stellt.

Photo: “Duncan Synthesis“; WikiSpaces page; License: CC BY-SA 3.0 (Not modified);

Wir sind alle psychosomatische Lebewesen und reagieren auf Veränderungen, nicht nur auf der körperlichen, sondern auch auf der Gefühlsebene. Nur allzu oft liegt das Emotionale für uns im Verborgenen, es ist uns nicht bewusst. Aber auch unsere Gefühle wollen wahrgenommen, „gefühlt“ werden.

Projektionsfläche für unsere Gefühle ist immer unser Körper!

Welches Organ oder Organsystem nun „herhalten“ muss, ist individuell – jeder hat seine persönliche Achillesferse, sein „Stressorgan“. Der eine beklagt Magenkrämpfe, Reizdarm, Herzrhythmusstörungen, Beklemmungsgefühle, Essstörungen oder Schlafstörungen. Ein anderer berichtet über Libidoverlust, Zähneknirschen, Zyklusstörungen, Seh-, bzw. Riechstörungen, Juckreiz der Haut oder vermehrten Haarausfall. Und wieder andere klagen über Tinnitus, Globusgefühl, Migräne, verschiedene Schmerzsyndrome oder das „Kreuz“ mit dem Kreuz.

Die Psychosomatik versteht sich als medizinische Fachrichtung, die den Menschen nicht als geistlose Maschine (und somit den Arzt als „Mechaniker“) betrachtet, sondern als komplexe Körper-Geist-Seele-Einheit, die zueinander und zur Außenwelt in wechselseitiger Beziehung steht.

 

Quellen:

Morschitzky H. & Sator S., (2010): „Wenn die Seele durch den Körper spricht“
Stelzig M., (2013): „Krank ohne Befund“
Egger, J.W., (2005): „Das biopsychosoziale Krankheitsmodell – Grundzüge eines wissenschaftlich begründeten ganzheitlichen Verständnisses von Krankheit“, Psychologische Medizin, 16, 2, 3-12.
Fazekas C., (2015): „Psychosomatische Medizin“, ÖÄZ 3,2/ 2015
Alexander F.G., (1985): „Psychosomatische Medizin: Grundlagen und Anwendungsgebiete“, 4. Auflage, De Gruyter, Berlin/New York

Die moderne Psychosomatik (griech.: psychè = Geist, Seele; soma= Körper, Leib) basiert auf dem bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell von George Engel (1977). Es handelt sich dabei um eine interdisziplinäre Betrachtungsweise, die den Menschen und all das, was das Leben mit sich bringt, in den Mittelpunkt stellt. Eine Denkweise, die Gesundheit nicht nur als Abwesenheit von Krankheit versteht, sondern vielmehr als ein Ineinandergreifen körperlicher, psychischer (seelischer) und sozialer Faktoren. Ebenso verhält es sich hinsichtlich Krankheitsentstehung und Verlauf. Dieser ganzheitliche Ansatz stellt der seit Jahrhunderten bestehenden „Überbetonung des Körpers“ ein Zusammenspiel von Körper, Geist, Seele und sozialem Umfeld gegenüber.

Selbst in unserer Sprache spiegelt sich diese „Überbetonung des Körperlichen“ wieder.

Jeder hatte schon einmal „die Nase voll“, weil uns schon länger „etwas auf dem Herzen lag“, es uns regelrecht „an die Nieren ging“. Eigentlich hätte man „vor Wut platzen“ können, stattdessen hat es uns „die Red‘ verschlagen“ und letztendlich „blieb uns dann die Luft weg“ und „es traf uns der Schlag“!

Wir sind alle psychosomatische Lebewesen und reagieren auf Veränderungen, nicht nur auf der körperlichen, sondern auch auf der Gefühlsebene. Nur allzu oft liegt das Emotionale für uns im Verborgenen, es ist uns nicht bewusst. Aber auch unsere Gefühle wollen wahrgenommen, „gefühlt“ werden.

Projektionsfläche für unsere Gefühle ist immer unser Körper!

Psychosomatik - eine interdisziplinäre Betrachtungsweise, die den Menschen und all das, was das Leben mit sich bringt, in den Mittelpunkt stellt.

Photo: “Duncan Synthesis“; WikiSpaces page; License: CC BY-SA 3.0 (Not modified);

Welches Organ oder Organsystem nun „herhalten“ muss, ist individuell – jeder hat seine persönliche Achillesferse, sein „Stressorgan“. Der eine beklagt Magenkrämpfe, Reizdarm, Herzrhythmusstörungen, Beklemmungsgefühle, Essstörungen oder Schlafstörungen. Ein anderer berichtet über Libidoverlust, Zähneknirschen, Zyklusstörungen, Seh-, bzw. Riechstörungen, Juckreiz der Haut oder vermehrten Haarausfall. Und wieder andere klagen über Tinnitus, Globusgefühl, Migräne, verschiedene Schmerzsyndrome oder das „Kreuz“ mit dem Kreuz.

Die Psychosomatik versteht sich als medizinische Fachrichtung, die den Menschen nicht als geistlose Maschine (und somit den Arzt als „Mechaniker“) betrachtet, sondern als komplexe Körper-Geist-Seele-Einheit, die zueinander und zur Außenwelt in wechselseitiger Beziehung steht.

 

Quellen:

Morschitzky H. & Sator S., (2010): „Wenn die Seele durch den Körper spricht“
Stelzig M., (2013): „Krank ohne Befund“
Egger, J.W., (2005): „Das biopsychosoziale Krankheitsmodell – Grundzüge eines wissenschaftlich begründeten ganzheitlichen Verständnisses von Krankheit“, Psychologische Medizin, 16, 2, 3-12.
Fazekas C., (2015): „Psychosomatische Medizin“, ÖÄZ 3,2/ 2015
Alexander F.G., (1985): „Psychosomatische Medizin: Grundlagen und Anwendungsgebiete“, 4. Auflage, De Gruyter, Berlin/New York